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Fernstudium Rechtspsychologie

Wer sich für ein berufsbegleitendes Psychologiestudium interessiert und dabei auch für spezielle Teilbereiche der psychologischen Forschung offen ist, stößt mitunter auf das Fernstudium Rechtspsychologie. Worum es dabei genau geht, sollten Studieninteressierte genau ergründen, um die betreffenden Informationen im Zuge ihrer Studienwahl zu berücksichtigen. Insbesondere im Falle eines berufsbegleitenden Fernstudiums sollte man die Studienwahl genau überdenken und sich nicht leichtfertig für ein Fernstudium einschreiben. Ausschlaggebend ist dabei vor allem die Tatsache, dass ein Fernstudium eine enorme zusätzliche Belastung sein kann und daher stets ins Leben passen muss. Die hohe Flexibilität, die für zeitliche und örtliche Unabhängigkeit sorgt, ist zwar ein wesentlicher Pluspunkt, mindert den hohen Anspruch der juristischen Psychologie jedoch in keiner Weise.

Unabhängig davon, ob es um den allgemeinen Verlauf eines Fernstudiums oder die Besonderheiten des Studienfachs Rechtspsychologie geht, gibt das kostenlose Informationsmaterial der Hochschulen Auskunft. Studieninteressierte sollten sich aus diesem Grund nicht scheuen, die betreffenden Unterlagen ganz unverbindlich anzufordern.

Definition Rechtspsychologie

Der erste Schritt, um festzustellen, ob das Fernstudium der Rechtspsychologie zu einem passt, sollte zu einer Auseinandersetzung mit dem Begriff führen. Dabei zeigt sich, dass es sich bei der Rechtspsychologie um ein interdisziplinäres Fach handelt, das die Psychologie und die Rechtswissenschaften miteinander verbindet. Auf den ersten Blick erscheint dies zuweilen absurd, da es sich um vollkommen unterschiedliche Wissenschaften handelt. Beim näheren Betrachten zeigen sich jedoch Schnittstellen und Bereiche, in denen Jura und Psychologie durchaus aufeinandertreffen. Genau hier setzt die auch als forensische Psychologie oder Kriminalpsychologie bezeichnete Disziplin an. Streng genommen handelt es sich bei den beiden genannten Begriffen jedoch um keine Synonyme für die Rechtspsychologie, sondern vielmehr um Teilbereiche ebendieser. Während sich die forensische Psychologie mit der Psychologie im Kontext von gerichtlichen Verfahren befasst, geht es in der Kriminalpsychologie um den Einsatz psychologischer Methoden und Erkenntnisse zur Kriminalitätsbekämpfung.

Überall dort, wo das Erleben und Verhalten von Menschen in Zusammenhang mit dem Recht und der Rechtsprechung von Belang ist, ergeben sich dementsprechend Einsatzgebiete für die Rechtspsychologie. Für Menschen, die im juristischen Umfeld oder auch im Sozialwesen tätig sind, kann ein berufsbegleitendes Fernstudium folglich sehr nützlich sein.

Rechtspsychologie – Berufsfelder und Verdienstmöglichkeiten

Wer das Studium der Rechtspsychologie erfolgreich abgeschlossen hat, verfügt über umfassende Kompetenzen, die ihn für interessante Tätigkeiten qualifizieren. Insbesondere in den folgenden Bereichen können sich vielversprechende Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben:

  • Polizei
  • Justizvollzug
  • Sozialwesen
  • Kliniken
  • Jugendgerichtshilfe
  • Verbände

Rechtspsychologen können Anteil an der Ermittlungsarbeit haben, als Gutachter vor Gericht zum Einsatz kommen oder auch Opfer von Straftaten beraten und betreuen. Die beruflichen Möglichkeiten im Anschluss an ein Studium Rechtspsychologie sind demnach sehr vielfältig. Im Falle eines Fernstudiums ist dies ganz besonders der Fall, denn erfolgreiche Absolventen verfügen über einen relevanten Studienabschluss und können zugleich mit umfassender Berufspraxis punkten.

Finanziell kann es für Rechtspsychologen ebenfalls gut aussehen, denn die Verdienstmöglichkeiten sind durchaus attraktiv. Das durchschnittliche Gehalt kann so beispielsweise bei 30.000 Euro bis 60.000 Euro brutto im Jahr liegen.

Das Fernstudium Rechtspsychologie

Entscheidet man sich für das Fernstudium Rechtspsychologie, muss man sich auf ein hartes Stück Arbeit gefasst machen. Das Fach ist ohnehin sehr anspruchsvoll und die Organisation als Fernstudium sorgt für eine noch größere Herausforderung, die es neben dem Job zu meistern gilt. Selbstdisziplin, Eigenmotivation und ein gutes Zeitmanagement sind somit ebenso wie Belastbarkeit zwingende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Fernstudium. Im Zuge dessen befassen sich angehende Rechtspsychologen unter anderem mit den folgenden Inhalten:

  • Psychologie
  • Rechtswissenschaften
  • Gutachten
  • Forensik
  • Kriminalistik
  • Neurowissenschaften
  • Kriminalitätsprävention
  • Resozialisierung

Das Bachelor-Fernstudium Rechtspsychologie

Mit dem Bologna-Prozess hat auch der Bachelor als erster grundständiger Studienabschluss an deutschen Hochschulen Einzug gehalten. Wer ein Fernstudium Rechtspsychologie ohne vorheriges Studium aufnehmen möchte, strebt dementsprechend den Bachelor an, der nicht nur als berufsqualifizierend gilt, sondern darüber hinaus auch international anerkannt ist. Üblicherweise geht man hier von einer Regelstudienzeit von sechs Semestern aus, wobei ein berufsbegleitendes Bachelor-Fernstudium in Teilzeit durchaus auch bis zu zwölf Semester dauern kann. Interessenten, die über das (Fach-)Abitur verfügen oder als beruflich Qualifizierte gelten, können so den Bachelor neben dem Beruf erlangen.

Das Master-Fernstudium Rechtspsychologie

Immer häufiger müssen Berufstätige mit ambitionierten Karriereplänen feststellen, dass der Bachelor allein nicht mehr ausreicht. Neben umfassender Berufserfahrung bedarf es zudem eines postgradualen Studiums. Wer als Rechtspsychologe auf der Karriereleiter aufsteigen will, hat an der einen oder anderen Hochschule die Chance, den Master per Fernstudium zu machen.